Termine

Die nächste Maijungenversammlung wird am 8. Juli 2016 stattfinden. Der Termin für die nächste Vorstandsversammlung ist bereits der 4. Juli 2016. Beide Termine beginnen um 20.00 Uhr in der Gaststätte “Zum Türmchen”.

Losliste 2016

Nachdem wir in diesem Jahr erneut eine ganz tolle Kirmes in Scherberg gefeiert haben, steht jetzt erst einmal das Gewinnen an. Die Losliste 2016 ist nun online. Wir wünschen allen Losbesitzerinnen und Losbesitzern viel Glück!

Schöne Kirmes

Das Scherberger Königsspiel wünscht allen eine schöne Kirmes und tolles Wetter. Diese Homepage ruht traditionell während der Kirmestage.

Der Stolz des Spiels – Die Pritschenkinder

Der ganze Stolz des Scherberger Jungenspiels sind die Pritschenkinder – kurz auch „die Pritsche“ genannt.

Noch bis in die 1960er Jahre bestand die Pritsche nicht wie heute aus Kindern, sondern die Pritsche wurde von erwachsenen jungen Männern gestellt.

Als das Alter der Maijungen zunehmend abnahm und die jungen Männer wesentlich früher als noch vor Jahrzehnten aus der „Pritsche“ zu den Maijungen wechselten, hatte das auch auf die „Pritsche“ Einfluss. Statt wie bisher von jungen Männern wurde die „Pritsche“ nun von Kindern gestellt, wobei ursprünglich nur Jungen in der Pritsche mitgehen durften.

Aber auch in den Jungenspielen hat die Gleichberechtigung ihren Einzug gehalten, so dass in der Pritsche des Scherberger Jungenspiels schon seit vielen Jahren auch Mädchen in der Pritsche mitgehen dürfen, ja heute schon den überwiegenden Anteil der Pritschenkinder stellen.

In all den Jahrzehnten ist aber eines immer gleich geblieben: Das Scherberger Königsspiel hat immer größten Wert auf ein sauberes äußeres Erscheinungsbild seiner Pritsche gelegt. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass – für Mütter und Väter, deren Kinder zum ersten Mal in der Pritsche mitgehen, manchmal schwer zu verstehen – was das äußere Erscheinungsbild der Pritischenkinder anbetrifft in Scherberg schon immer ein strenges Reglement gegolten hat. Dabei ist die Kleiderordnung für Jungen und Mädchen gleich: weißes, langärmliges Herrenhemd, das am Kragen geschlossen getragen wird, weiße Hose ohne Applikationen, weiße Strümpfe, weiße Turnschuhe ohne Applikationen. Dazu gehört der obligatorische schwarze Gürtel, die von der rechten Schulter zu linken Hüfte getragene Schärpe in den Stadtfarben, der Strohhut mit dem bunten Sträußchen und natürlich last but not least die Pritsche.

Dass die Kleiderordnung peinlichst eingehalten wird, dafür sorgen auch der Pritschenmeister und der erste Pritschenjunge, die aber nicht nur für Ordnung sorgen, sondern sich auch nebst begleitenden Eltern liebevoll um die Pritschenkinder während der Umzüge kümmern. So gehört es unter anderem auch zur guten Tradition, dass die Pritschenkinder ( und die Musiker ), die während der Umzüge am meisten leisten müssen, als erstes beim Beschenken ihre Getränke erhalten.

Wer einmal wachen Auges den Vorbeizug der Jungenspiele während des großen Umzuges am Kirmessonntag in Würselen beobachtet hat, wird – ohne allen übrigen Jungenspielen in Würselen nahe treten zu wollen – feststellen, dass die Pritsche des Scherberger Königsspiels die mit weitem Abstand wie man in Scherberg sagt „sauberste“ Pritsche aller Jungenspiele ist. Darauf legen die Scherberger seit Generationen wert und diese Wertschätzung – aber auch die damit einhergehenden festen Regeln – werden von Generation zu Generation weitergegeben. Das Festhalten an den Traditionen und das Aufrechterhalten von Werten ist aber nicht nur ein Teil des äußeren Erscheinungsbildes des Scherberger Königsspiels – sie sind letztlich wahrscheinlich auch ein Teil des Erfolgsgeheimnisses des Scherberger Jungenspiels, das in diesem Jahr zum 69. Mal in ununterbrochener Reihenfolge nach dem Krieg aufmarschieren wird. Und allen voran geht wie in jedem Jahr mit ihrem Meister an der Spitze die schneeweiß gekleidete „Pritsche“.

Karl-Jürgen Schmitz

Die Scherberger Fahnenschwenker

Wie die Spielspitze, die Maijungen und die Maimädchen, die Musikzüge, die Pritschenkinder und die Schützen gehören als fester Bestandteil zum Scherberger Königsspiel natürlich auch die Scherberger Fahnenschwenker.

Das Fahnenschwenken (anderenorts auch als Fahnenschwingen oder als Fahnenspiel bezeichnet) ist ein uralter Brauch, bei dem mit einem schweren Handgriff versehene Fahnen kunstvoll geschwungen, hochgeworfen und wieder aufgefangen werden. Dadurch unterscheidet sich im Übrigen das Fahnenschwenken von dem so genannten Fahnenschlag, bei welchem die Fahne die Hand nicht verlässt, sondern möglichst nah am Körper geführt wird. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass der Fahnenschlag einen klerikalen Hintergrund hat: Er soll nämlich die Fesselung des heiligen Sebastian darstellen. Deswegen kann man den Fahnenschlag heute noch vielfach bei Fahnenschwenkern der Historischen Schützenbruderschaften bewundern, deren Schutzpatron bekanntlich der heilige Sebastian ist.*

Wie so viele andere Traditionen der Jungenspiele, so stammt auch die Tradition des Fahnenschwenkens aus dem Mittelalter. Nachdem zum Ausgang des 17. Jahrhunderts das Fahnenschwenken aus der Mode gekommen war, finden sich heute Fahnenschwenker wieder in ganz Europa wieder. So erinnert man sich in Würselen gerne an eine Abordnung belgischer Fahnenschwenker, die vor vielen Jahren begleitet von einem Landsknechtkorps die Würselener mit riesigen Fahnen begeisterten, als auch der aus dem nahe der italienischen Partnerstadt Würselens gelegenen Massa Marittima kommenden toskanischen Fahnenschwenker, die vor einigen Jahren auch Gast des Scherberger Königsspiels waren und mehrfach Weltmeister im Fahnenschwenken gestellt haben.

In den einzelnen Jungenspielen wird die Tradition des Fahnenschwenkens unterschiedlich gepflegt. Haben sich in einigen Jungenspielen (z.B. in Euchen und Bissen) die Fahnenschwenkergruppen zwischenzeitlich verselbstständigt und bilden eigene Vereine, sind die Fahnenschwenker im Scherberger Königsspiel nach wie vor Bestandteil des Scherberger Königsspiels und treten deshalb auch grundsätzlich nur auf den Veranstaltungen und in den Festumzügen des Scherberger Königsspiels auf.

Dabei pflegen die Scherberger Fahnenschwenker auch nicht ein akrobatisches Fahnenschwenken, wie man es in den eigenständigen Fahnenschwenkergruppen anderer Jungenspiele bevorzugt, sondern in Scherberg wird die Fahne „traditionell“, d.h. synchron geschwenkt.

Viele waren es, die in den vergangenen 69 Jahren die Fahne im und für das Scherberger Königspiel geschwungen haben. Darunter waren so bekannte Scherberger Persönlichkeiten wie Klaus Quadflieg oder z.B. auch der amtierende Hauptmann der Schützen und letztjährige Karnevalsprinz Michael Mallmann und natürlich nicht zu vergessen Torben Klein, heute bekannt als Frontmann der bekannten Kölner Gruppe „De Räuber“.

Unzweifelhaft geprägt wurde das Fahnenschwenken in Scherberg in der Nachkriegszeit jedoch von der aus der Scherberger Straße stammenden Familie Paffen. Gegründet wurde diese Fahnenschwenker-Dynastie durch Paul Paffen, dem es gelang, auch seine beiden Söhne Heinz Josef Paffen und Rolf Paffen bereits von Kindertagen an für das Fahnenschwenken zu begeistern, so dass sie schon im zarten Kindesalter von vier Jahren stolz die Fahnen des Scherberger Königsspiels durch die Straßen Würselens trugen. Mittlerweile ist die Familie Paffen mit Simone, Katrin und Pascal Paffen schon mit der dritten Generation bei den Fahnenschwenkern vertreten.

Einer der beiden Söhne von Paul Paffen, die im Übrigen beide bis heute noch die Fahne für das Scherberger Königspiels schwenken, nämlich Heinz Josef Paffen, schwenkte erstmals 1966 die Fahne und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum als Fahnenschwenker. Das Scherberger Königsspiel, dem Heinz Josef Paffen darüber hinaus auch heute noch als stellvertretender Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Scherberger Jungenspiels dient, gratuliert Heinz Josef Paffen zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum und wünscht ihm noch viele Jahre die Kraft und die Gesundheit, weiterhin für das Scherberger Königsspiels die Fahnen zu schwenken.

Aktuell schwenken im Scherberger Königsspiel neben Heinz Josef und Rolf Paffen und ihren Kindern auch noch Frank Wirtz und Volker Meeßen seit einigen Jahren die Fahne. Und es besteht kein Zweifel daran, dass sie am Kirmessonntag, nachdem sie am Samstag die Fahnen noch ruhend durch Scherberg getragen haben, nicht nur die Scherberger mit ihren Künsten wieder begeistern werden.

* Quelle : Wikipedia

Karl-Jürgen Schmitz

„Et Spell is erus“ … oder was ein Jungenspiel so kostet

Et Spell is erus! Wenn dies vom Maikönig am Dienstagabend oder – wenn es optimal läuft – bereits am Montagabend auf dem Zelt bekannt gegeben wird, ist der Jubel bei den Maijungen und Maimädchen, aber auch bei allen, die dem Scherberger Königsspiel verbunden sind, groß. Denn der Satz „et Spell is erus“ bedeutet übersetzt für Nichteingeweihte und für diejenigen, die der Scherberger Mundart nicht mächtig sind, dass die Kosten des Jungenspiels gedeckt sind.

Die Feststellung, dass „et Spell erus“ ist, war vor Allem für die Jungenspiele bis einschließlich in den 1970er Jahren, ganz besonders aber für die Maikönige der damaligen Zeit von fast existenzieller Bedeutung. Denn bis dahin hafteten die Maikönige, die in der Regel für das Jungenspiel sämtliche Verträge mit Musikkapellen, Festzelt, Getränke und vieles mehr abschlossen, persönlich gegenüber den Vertragspartnern dafür, dass die sich aus den Verträgen ergebenen Forderungen auch erfüllt wurden. Das bedeutete nicht mehr und nicht weniger, als dass jeder Maikönig damals mit seinem gesamten privaten Vermögen (und möglicherweise auch dem seiner Eltern) für die Verbindlichkeiten eines Jungenspiels haftete.

Schon damals waren aber die Kosten, die ein Jungenspiel verursachte, hoch. Wie sich aus dem noch vorliegenden Kassenbuch des Scherberger Königspiels aus dem Jahre 1954 ergibt, betrugen in diesem Jahr die Ausgaben für das Jungenspiel bei Einnahmen von 3.073,10 DM insgesamt 2.957,98 DM. Das damalige Jahresdurchschnittseinkommen eines Arbeitnehmers belief sich statistisch auf 4.234,00 DM. Das bedeutet, dass der Maikönig – im Jahr 1954 war das Karl Beissel – quasi mit seinem gesamten Jahreseinkommen für das Jungenspiel gerade stehen musste.

Interessanterweise hat sich das Verhältnis zwischen den Kosten eines Jungenspiels und dem Jahresdurchschnittseinkommen bis zum heutigen Tage nur wenig verändert. Denn in einem „normalen“ Kirmesjahr, d.h. in einem Jahr, in dem kein Jubiläum zu feiern ist, belaufen sich die Kosten für das Scherberger Königsspiel auf durchschnittlich zwischen 30.000,00 € – 35.000,00 €. Das Jahresdurchschnittseinkommen in Westdeutschland beziffert sich demgegenüber z.B. im Jahr 2015 auf 34.999,00 €. D.h., über mehr als 60 Jahre haben sich die Relationen nur wenig verschoben.

Heute muss allerdings der Maikönig das Risiko nicht mehr tragen. Denn nach dem die Kosten immer höher wurden und die Verträge z.B. mit den Zeltkapellen oft bereits ein Jahr im Voraus abgeschlossen werden mussten, entschloss man sich in Scherberg, den wirtschaftlichen Part des Jungenspiels einem Verein zu übertragen. Seitdem ist der „Verein zur Förderung des Scherberger Maibrauchtums e.V.“ für die wirtschaftliche Abwicklung des Scherberger Königsspiels zuständig.

Haupteinnahmequellen zur Finanzierung des Scherberger Königsspiels sind die Haussammlungen, die Einnahmen aus dem Maiball, dem Kirmesanzeiger, die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern zu den Kirmesveranstaltungen, aus dem Losverkauf, der Polonaise sowie dem Nachspiel.

Gott sei Dank konnte sich das Scherberger Königsspiel in den letzten Jahren immer eines außergewöhnlich guten Zuspruchs sowohl an aktiven Maimädchen und Maijungen als auch an Besuchern erfreuen. Das hatte zur Folge, dass das Scherberger Königsspiels nach einigen schweren Jahren heute wieder auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis steht, was man leider heutzutage nicht mehr von vielen Jungenspielen sagen kann.

Damit dies auch so bleibt, braucht das Scherberger Königsspiel vor allen Dingen Sie, liebe Freunde des Scherberger Königsspiels. Denn der wirtschaftliche Erfolg des Jungenspiels ist vor allen Dingen davon abhängig, dass die Veranstaltungen des Scherberger Königsspiels von möglichst vielen Menschen besucht werden. Gelingt es uns auch weiterhin, so viele Menschen für die Tradition und das Scherberger Königsspiel zu begeistern wie zur Zeit und unterstützen auch Sie das Scherberger Königsspiel wie bisher, werden die Scherberger Maijungen zur Freude aller sicher auch in Zukunft noch viele Jahre singen können:

„Dat Spell, dat hat noch Jeld, dat Spell dat hat noch Kirmesjeld“.

Karl-Jürgen Schmitz

Sponsorenwand im Festzelt

Die Sponsorenwand wird auch dieses Jahr wieder im Scherberger Festzelt aufgestellt. Hier bieten wir Unternehmern, Vereinen und Privatpersonen eine effektive Werbemöglichkeit an all unseren Festtagen an. Gegen eine Mindestgebühr von 100,00 € zzgl. MwSt. kann man sich eine laminierte Werbefläche in DIN/A4 Format auf unserer Sponsorenwand reservieren. Private Glückwünsche oder Ausschreibungen sind selbstverständlich auch denkbar. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Spielspitze oder an die Mitglieder des Vorstands.