Schöne Kirmes!

Das Scherberger Kaiserspiel wünscht allen eine schöne Kirmes und tolles Wetter. Diese Website ruht traditionell während der Kirmestage.

Festfolge des Scherberger Kaiserspiels 2017

Freitag, 23. Juni 2017

20.00 Uhr Thekeneröffnung
Freitagabend – Thekeneröffnung auf dem Scherberger Zelt.

Was so banal klingt, ist tatsächlich eines, wenn nicht das größte Event auf den Zelten der Würselener Jungenspiele während der Kirmestage.

Nich von ungefähr kommen in jedem Jahr zur Thekeneröffnung hunderte Menschen auf das Scherberger Festzelt, um gemeinsam mit dem Scherberger Jungenspiel die Kirmes zu eröffnen. Viele freuen sich schon ein ganzes Jahr darauf, dort wieder alte Freunde von nah und fern zu treffen und genauso viele freuen sich auf ein absolutes musikalisches Highlight, das das Scherberger Jungenspiel mit einer der besten Cover-Bands Deutschlands, „Heavens Club“, seit einigen Jahren bietet. Auch in diesem Jahr wird „Heavens Club“ wieder die Besucher des Scherberger Fetszelts begeistern und für eine Stimmung sorgen, die in dieser Form wohl einmalig ist.

Freitag in Scherberg – das ist die pure Lust am Leben!

Eintritt: 6,00 €
Einlass: 19.00 Uhr


Samstag, 24. Juni 2017

18.00 Uhr Umzug der Maijungen durch Scherberg
(Abmarsch zu allen Umzügen ab Festzelt Paulinenstraße)

20.00 Uhr Eröffnungsball mit Rosenpolonaise
Traditionell trägt der zweite Kirmesabend in Scheberg den Namen „Eröffnungsball“

Doch was sich so steif anhört, ist in Wahrheit ein überschäumendes Fest, bei dem Jung und Alt, Scherberger und Nichtscherberger nur eines im Sinn haben: Miteinander zu feiern, fröhlich zu sein und vor allen Dingen „abzutanzen“.

Auch am diesjährigen Kirmessamstag wir die Coverband „Heavens Club“ wieder Musikperformance der Spitzenklasse bieten und auch wenn es dann am Sonntagmorgen manch einem Teilnehmer des Festzuges schwerfällt, aufzustehen – eines ist sicher: Gefeiert wird bis in den frühen Morgen!

Feiern Sie mit, Sie sind herzlich eingeladen!

Eintritt: 6,00 €
Einlass: 19.30 Uhr


Sonntag, 25. Juni 2017

7.30 Uhr [Achtung – geänderte Abmarschzeit!] Abholung der Spielspitze durch das Kaiserspiel

9.00 Uhr Gottesdienst in der Kirche Sankt Marien – Scherberg, anschließend Fahnenschwenken vor der Kirche

10.15 Uhr Empfang der Jungenspiele und Vorstellung der Spielspitze vor der Pfarrkirche St. Sebastian sowie Fahnenschwenken der Würselener Jungenspiele

ca.12.00 Uhr Einmarsch des Kaiserspiels ins Festzelt

16.00 Uhr [Achtung – geänderte Abmarschzeit!] Abmarsch des Kaiserspiels zum großen Festzug durch Würselen mit dem Spielmannzug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg, dem Musikverein Eifelklänge Eicherscheid, dem Spielmannszug 1920 Eschweiler-Hehlrath und dem Musikverein Konzen, den Ehemaligen und den Schützen.

18.00 Uhr Großer Festumzug aller Jungenspiele durch die Würselener Innenstadt

20.00 Uhr Großer Kirmesball, durch den Abend begleitet Sie „The Surprise“.

Eintritt: Freiwillige Gabe
Einlass: 19.30 Uhr


Montag, 26. Juni 2017

11.00 Uhr Frühschoppen mit traditionellem Erbsensuppenessen, musikalische Begleitung: „The Surprise“

Eintritt: Freiwillige Gabe

18.00 Uhr Umzug des Kaiserspiels durch Scherberg

20.00 Uhr 40. Traditioneller Dorfabend unter dem Motto: „40 Jahre Dorfabend – Heimatliebe“, musikalische Begleitung: „The Surprise“

Eintritt: 5,00 €
Einlass: 19.00 Uhr


Dienstag, 27. Juni 2017

18.00 Uhr Umzug des Kaiserspiels durch Scherberg

20.00 Uhr Großer Kaiserball mit Verlosung unter Mitwirkung der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Würselen-Scherberg 1894 e. V. und des Schützenkaisers Heinz Thunig. Es spielt für Sie „The Surprise“.

Eintritt: Freiwillige Gabe
Einlass: 19.30 Uhr

Sponsorenwand im Festzelt

Die Sponsorenwand wird auch dieses Jahr wieder im Scherberger Festzelt aufgestellt. Hier bieten wir Unternehmern, Vereinen und Privatpersonen eine effektive Werbemöglichkeit an all unseren Festtagen an. Gegen eine Mindestgebühr von 100,00 € zzgl. MwSt. kann man sich eine laminierte Werbefläche in DIN/A4 Format auf unserer Sponsorenwand reservieren. Private Glückwünsche oder Ausschreibungen sind selbstverständlich auch denkbar. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Spielspitze oder an die Mitglieder des Vorstands.

Heinz Thunig macht Königsspiel zum Kaiserspiel

Pfingstsonntag war es wieder soweit. Die Scherberger Schützen waren angetreten, um auf der am Rande des Wurmtals gelegenen Schützenwiese ihren neuen König zu ermitteln.

Wie in jedem Jahr waren auch diesmal viele, viele Besucher gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen. Und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Denn schon bald entwickelte sich zwischen den Schützen, die den Kampf um die Königswürde aufnahmen, ein spannender Wettkampf. Einige unter ihnen, so Franz Lausberg, Dieter Bock und Brudermeister Karl-Jürgen Schmitz , die allesamt mehr als 40 Jahre Mitglied der Bruderschaft sind und noch nie das Glück hatten, König zu werden, wollten natürlich unbedingt den Vogel herunterschießen, ebenso aber auch der Vorjahreskönig Hans Günter Göttgens, der versuchte, seinen Titel zu verteidigen.

Sie alle hatten aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn zu den um die Königswürde ringenden Schützen gehörte auch Heinz Thunig, der bereits viermal König der Bruderschaft war. Und es kam, wie es kommen musste : Unter dem Riesenjubel seiner Schützenbrüder und der Gäste auf der Schützenwiese, darunter der amtierende Bundesschützenkönig des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Nikolas Rosenstock, höchster Repräsentant von 600.000 Schützen, holte Heinz Thunig mit einem gekonnten Schuss den Vogel von der Stange. Damit wurde Heinz Thunig zum 5. Mal Schützenkönig und somit gleichzeitig der erste Schützenkaiser in der 123-jährigen Vereinsgeschichte der Bruderschaft. Und nicht nur das : Er machte damit das Scherberger Jungenspiel, das in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert, damit auch noch zum ersten Mal zum Kaiserspiel.

Karl-Jürgen Schmitz

Die Maimädchen

…weit mehr als nur schöne Deko am Maijungenarm!

Wenig Zeit, aufwändige Kleider, enge Korsagen, stundelanges Frisieren und Schminken, fast ersticken an Haarspray und dann auch noch hohe Schuhe. All das macht den ganz normalen Wahnsinn am Kirmessontag für uns Maimädchen aus. Was sich hier mehr nach Stress als nach Spaß anhört ist trotzdem für viele die schönste Zeit im Jahr. Doch was heißt es eigentlich, ein Scherberger Maimädchen zu sein?

Gut aussehen reicht bei uns nicht, man muss auch schon mit anpacken, denn wer feiern kann, der kann auch dafür arbeiten! Denn bereits in der Vorkirmeszeit muss einiges organisiert und vorbereitet werden, weshalb auch schon vor Ostern für uns die erste Maimädchenversammlung auf dem Plan steht. Schließlich muss für Kirmes noch einiges getan werden!

Nach einer ersten Vorstellungsrunde hat man zumindest schon mal einen Überblick über alle Namen, sowie die zugehörige Maijungen. Anschließend folgt das Organisatorische: „Mädels holt die Kalender raus! Termine, Termine, Termine.“ Danach geht es direkt weiter mit der Kleiderordnung und der Frage nach den passenden Blumen. Welche Blumen halten sich lange genug, sehen schön aus und passen dann auch noch farblich zu den langen Maikleidern von über 30 Mädels? Gar nicht mal so einfach! Und der letzte Punkt auf jeder Versammlung: Krepppapier-Blümchen binden und Hexenleitern basteln! Hunderte gelb-grüner oder grün-gelber Blümchen und Hexenleitern aus Krepppapier müssen gebunden und gefaltet werden.

Rückt die Mainacht immer näher, wird es für uns endlich spannend. Wer nicht in Scherberg wohnt, trifft sich zum Ausrufen bei einer „Einheimischen“. Nun heißt es Sekt auf, Bier kühlen, Schnaps raus und warten! Warten und warten und warten… Plötzlich ertönt ein Gemurmel vor der Tür, es wird still, ein Akkordeon ertönt und ein – wenn auch zur späten Stund nicht mehr so lieblicher Gesang -erklingt. Die Mädels schnappen sich ihre Gaben und warten auf die magischen Wort von Maikönig und Knecht, welche die Maijungen mit einem „Joh!“ aus voller Kehle bestätigen. Das Mailiebchen öffnet die Tür und da steht „ihr Maischatz“ den sie mit Freude empfängt, er tritt hervor und tauscht ihre Gabe gegen ein Pinnchen Schnaps. Und schon müssen unsere Jungs weiterziehen, denn zwischen 7 und 8 Uhr geht es zum Frühstück bei der in dieser Nacht auserkorenen Königin.

Bereits am Wochenende darauf steht der Maiball vor der Tür. Endlich ist es soweit, ab ins kurze Kleid und schick machen! Die Jungs marschieren ein und die Musik beginnt zu spielen. Doch in Scherberg haben die Maimädchen auch zu später Stunde noch ihre Pflichten, da ist ein mitternächtlicher Spühldienst nicht ungewöhnlich. Mit der Verabschiedung und Vorstellung der alten und neuen Spielspitze ist das neue Kirmesjahr offiziell eingeläutet. Aber erstmal muss am Sonntagmorgen die Turnhalle wieder in ihren Ursprungszustand gebracht werden.

Nach etlichen Besuchen auf den anderen Maibällen und Kirmeszelten steht endlich die eigene Kirmes vor der Tür. Allerdings ist am Vorabend der Thekeneröffnung noch einiges zu tun: Es heißt Zelt schmücken, Tischdecken putzen, Bäume schmücken, Deko aufhängen, u.v.m. Es folgt die Königinnenfete, zu der jedes Maimädchen eine mehr oder weniger selbstgemachte Köstlichkeit beisteuert, so dass sich alle nach getaner Arbeit für die Kirmestage stärken können.

Endlich Thekeneröffnung! Ab in die Polos, denn die schwarze Macht ist erwacht und macht die Nacht zum Tag!

Am Samstagmorgen heißt es Rosen entdornen und Zeltumbau statt ausgiebigem Schönheitsschlaf. Dann ab nach Hause und für den Abend frisieren und erneut auf`s Zelt, um die Maijungen beim Einmarsch jubelnd zu empfangen. Ehe man sich versieht, ist er schon da: der schönste und anstrengendste Kirmestag, der Sonntag. Früh aufstehen, aufhübschen, ins kurze Kleid springen und den Jungs noch beim Vorbeimarsch zuwinken. Dann ab nach St. Marien zur Messe. Anschließend dürfen wir Mädels erstmalig auch mitmarschieren. Sobald man mittags im Zelt einmarschiert, geht es auch schon weiter. Zwischen Mittagessen, Friseur und Kleiderwechsel bleibt wenig Zeit. Schnell noch vor dem Abmarsch alles am Maijungen glatt streichen und richten und schon geht´s wieder los! Im Arm des Maijungen schreiten wir die lange Kaiserstraße hinauf, wo man von allen Seiten bestaunt und bewundert wird.

In aller Frische stehen die Maimädchen am Montagmorgen erneut bereit, um beim Frühshoppen die Erbsensuppe auszuschenken. Danach werden ein weiteres Mal Pinsel und Haarbürste geschwungen und die Reißverschlüsse der kurzen Kleider zugezogen. Vor dem Abmarsch soll noch flott die Dorfabendnummer geprobt werden, denn im Gegensatz zu den Jungs schaffen die kreativen Köpfe der Mädels es immer wieder, eine Nummer auf die Beine zu stellen, die später einwandfrei vorgeführt wird und für großen Applaus auf dem Festzelt sorgt.

Und da ist er schon der Dienstag, ein letztes Mal ins lange Kleid und stylen. Doch an diesem Tag ist alles anders. Nicht die Jungs tragen die Schärpe, sondern wir Mädels und später werden wir auch noch über die Zeltschwelle getragen. Während des letzten Umzugs wird bei Maikönigin und Schützenkönig eingekehrt, wo zum letzten Mal getanzt, gesungen und getrunken wird. Hier verschwindet auch mal das ein oder andere Pinnchen im Blumenstrauß. Auf dem Zelt lassen wir es noch einmal alle richtig krachen und wer bis zum Spielbegraben durchhält, bekommt vor Mittwochmittag keinen Schlaf. Am Nachmittag wird dann auch schon zum Zeltabbau geläutet.

Zwei Wochen später, beim Nachspiel, packen wir Mädels auch wieder kräftig mit an um das Kirmesjahr gemeinsam bei dem ein oder anderen kühlen Bier gemütlich ausklingen zu lassen.

Auch wenn es Jungenspiel heißt, ohne uns Mädels würde Kirmes in Scherberg nicht so schön sein und das nicht nur, weil wir die schönere Hälfte unserer Maijungen sind. Mit viel Liebe, Eifer, Fleiß und der Freude, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, arbeiten die Mädels maßgeblich mit daran, dass Scherberg das schönste Spiel ist. Vielleicht ist es bei anderen Spielen anders, doch wir sind stolz, Maimädchen in Scherberg zu sein.

Aus diesem Grund: DANKE Mädels!

Eure Maikönigin Chantal Zucketto